00:00:04: Wie übersteht Deutschland die globalen Erschütterungen?
00:00:07: Wie kommen wir gestärkt aus der Krise?
00:00:10: Im Podcast vorangedacht spreche ich mit Menschen, die das Land voranbringen wollen.
00:00:14: Die mit Zuversicht Ideen und Tatendrang Mut machen statt nur zu meckern!
00:00:19: Ich bin Florian Harms, Chefredakteur von t-online und einer von vielen Zeitgenossen, die den Eindruck haben dass wir mehr darüber reden sollten was gut läuft und wie es vorangeht statt uns den lieben langen Tag nur mit Problemen zu beschäftigen.
00:00:32: Ich denke, diese Überzeugung teile ich mit meinem ersten Gast in diesem Podcast der Nummer eins im deutschen Staat.
00:00:38: Herzlich willkommen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier!
00:00:43: Herzlich Willkommen.
00:00:44: wir haben es hier im Schloss Bellevue.
00:00:46: Danke schön, ich bin gerne wieder hier.
00:00:48: Wir sprechen gleich über eine besondere Initiative die Sie initiiert haben.
00:00:51: vorher aber mal ein paar Sätze zu dem Raum indem wir uns hier unterhalten.
00:00:58: offiziellen Amtszimmer, dem AmtsZimmer des Bundespräsidenten in einem Haus voller Geschichte.
00:01:03: Dem Schloss Bellevue in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs.
00:01:05: Im Sommer wird das Schloss geschlossen und mehrere Jahre lang renoviert weshalb sie nun am Ende ihrer Amtszeit in einen Behelfskwartier umziehen müssen.
00:01:12: Sie erleben also nach neun Jahren gerade ihre letzten Tage als Schlossherr?
00:01:17: Bisschen wehmütig!
00:01:18: Bisschen wehmütig und Sie sind vermutlich einer der letzten Gäste hier im Schloss, weil sie hören es an dem Gerumpel in den oberen Stockwerken.
00:01:26: Der Umzug läuft eigentlich schon oben werden.
00:01:28: gerade die sogenannten Graupners, die Riesenbilder, die eigentlich fast jeder kennt von den Filmaufnahmen, vom Fernsehaufnahme am Schloss werden gerade abgenommen.
00:01:37: das ist ein ziemlicher Aufwand aber Es ist der kleinere Teil des Umzugs.
00:01:41: auch wenn ich an die Bücher in meinem Büro denke dann weiß ich wie viel Arbeit noch vor mir liegt
00:01:46: Wie viele Bücher stehen und liegen dort?
00:01:48: Eher liegen.
00:01:51: Ich habe sie nicht gezählt und zwei, drei Kisten hab ich auch aussortiert.
00:01:55: also den Rest werde ich jetzt mitnehmen in das sogenannte Übergangsgebäude.
00:02:00: dass aber sich so technisch anhört... Ich war jetzt in der letzten Woche zum zweiten Mal drin.
00:02:06: es ist ein sehr funktionales Gebäude.
00:02:08: Es ist auch nicht versucht worden Stil- und Atmosphäre des Schloss Belvy zu Spiegel dort, das kann man nicht.
00:02:16: Es ist ein moderner Holzcontainerbau mit einer geschlossenen Fassaderings herum aber mit einer sehr angenehmen Arbeitsatmosphäre – so stelle ich mir das vor Ihnen – mit großen Räumlichkeiten die es auch gibt für Staatsempfänge, die wir dort dann auch machen können.
00:02:33: Aber jetzt waren Sie ja quasi neun Jahre in diesem besonderen Gebäude.
00:02:36: Gibt's hier irgendwo einen Lieblingsplatz im Schloss, den Sie besonders gern haben?
00:02:41: Ein Lieblingsplatz, nein eigentlich zwei müsste ich sagen.
00:02:44: Die hängen natürlich ein bisschen damit zusammen dass jeder versucht Spuren in diesem historischen Gebäude zu hinterlassen und bei mir hängt es damit zusammen das ich in den ersten Wochen und Monaten als ich als Präsident hier eingezogen bin festgestellt habe dass dieses Schloss natürlich einen hohen Zollanschloss ist.
00:03:05: In diesem Schloss sich vielfältige Porträts von hohen Zollern und den Familien befinden, das mir aber eines fehlte.
00:03:15: Und das ist die Widerspiegelung des heute wir sagen der Demokratie in diesem Schloss.
00:03:22: Deshalb haben wir damals angefangen sehr vorsichtig nicht um die Geschichte dieses Schlosses in irgendeiner Weise zu vernebeln oder gar zu verraten haben wir vorsichtig begonnen, zunächst mal die Geschichte der preußischen Aufklärung hier stärker sich wiederfinden zu lassen mit einem Alexander und Willem von Humboldt-Saal den wir eingerichtet haben in dem viele Begegnungen stattfinden.
00:03:47: Und vielleicht der Lieblingsraum wenn Sie danach fragen ist ja Robert Bloomsaal geworden weil mir daran liegt die älteren Schichten der Demokratiegeschichte Deutschlands widersichtbar werden zu lassen, in Erinnerung zu rufen.
00:04:03: Und deshalb haben wir ein Robert-Bloomsaal eingerichtet, der im Grunde genommen den Weg zur Paulskirche in Frankfurt zeichnet mit Abbildungen des Hambacher Schlosses und mit Abbildungen der Paulskbirche – mit Robert Blohm, der auf den Barrikaden in Wien für seinen Eintreten für die Demokratie am Ende sein Leben verloren hat.
00:04:27: Das ist der Raum, den wir vielleicht am häufigsten nutzen.
00:04:31: Nicht mit den reichsten Ornamenten ausgestattet ist – das ist der Langhandsaal in dem wir Botschafter empfänge und vieles andere mehr machen.
00:04:39: Aber der Robert-Bloomsaal ist derraum, der sich am stärksten zur Demokratiegeschichte dieses Landes und dieser Demokratie bekannt.
00:04:47: Über die Demokratie wollen wir gleich nur sprechen.
00:04:49: Vorher aber es geht um diesen Podcast, um Erfahrungen und Ideen und Impulse, die Mut machen, die das Land voranbringen können.
00:04:57: Sie geben nun so einen Impuls – sie haben den Grundgesetz Geburtstag am derzeitigste Mai zum Ehrentag ausgerufen und nennen ihn den ersten bundesweiten Mitmachttag unter dem Motto für dich, für uns, für alle!
00:05:10: Gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für Engagement Ehrenamt laden Sie alle Bürger ein, anzupacken.
00:05:16: Ich zitiere um unser Land ein bisschen besser zu machen Wie kam sie auf die Idee und warum ist unser Land nicht gut genug?
00:05:24: Ich glaube es geht darum dass wir uns bewusst werden wie gut dieses land tatsächlich ist Und wie weit wir vorangekommen sind auch durch die kämpfe Für das Engagement von Generationen Die vor uns liegen.
00:05:38: Und in der Tat, es geht bei diesem Ehrentag um den Geburtstag des Grundgesetzes und geht um die Frage wie wir diesen Tag, diesen Geburtstag, wie wir ihn angemessen begehen.
00:05:50: Wie wir ihn würdigen?
00:05:52: Wie wir ihnen zu einer Angelegenheit aller in Deutschland machen und wie wir ihm gegebenenfalls gemeinsam feiern können.
00:06:01: Das ist das was mich bewegt hat ihn einzurichten aber dahinter stehen natürlich noch ganz andere Fragen.
00:06:07: Sie haben im Vorfeld dieses Ehrentages den Satz gesagt, Demokratie lebt von Menschen die mitmachen.
00:06:13: Machen zu wenige Bundesbürger bei der Demokratie mit?
00:06:16: Ich glaube das wäre zu einfach gesagt.
00:06:20: Mich hat seit vielen Jahren eigentlich die Frage bewegt, wohin da versammeln wir Deutschen uns noch und das ist keine nostalgische Rückschau die Ursache dieser Frage beinhaltet, sondern es haben sich einfach Veränderungen ergeben.
00:06:36: Die Arbeits- und Wohnbiografien haben sich verändert.
00:06:39: will sagen wer in einem Dorf oder einer Stadt Kleinstadt geboren ist der macht dort nicht notwendigerweise seinen Schulabschluss und wird auch dort nicht arbeiten?
00:06:50: das was sie noch sehr gut kennen die abendliche Nachrichtensendung gleich gültig ob Tagesschau oder heute war so etwas wie das Lagerfeuer der Nation, wo wir uns ausgetauscht haben.
00:07:03: ähnlichen Informationsstand gebracht haben.
00:07:07: Wir haben weniger individuelle Begegnungsmöglichkeiten heute und wir kommunizieren sehr viel Stärke in Teilöffentlichkeiten als in der großen gemeinsamen Öffentlichkeit, das hat Folgen.
00:07:20: dafür suche ich nicht nach Schuldigen sondern ich nehme diese Veränderungen zur Kenntnis und frage mich deshalb wenn die Demokratie Nähe Begegnung Vertrauen braucht wie können dass wieder aufbauen.
00:07:33: Und meine Antwort darauf ist, indem wir möglichst viele Erfahrungen machen durch gemeinsames Tun und hoffentlich gemeinsames tun das Spaß macht.
00:07:44: Und dem Sie haben es eben zitiert mit dem wir die Welt unser Land, das Dorf, die Stadt unsere Nachbarschaft ein Stückchen besser machen.
00:07:53: Es gibt zahlreiche Aktionen rund um diesen Ehrentag der sich über einen Zeitraum von zwei Wochen erstreckt.
00:07:59: Das ist glaube ich so diese Aktionszeit.
00:08:01: Da können Vereine Firmen Organisationen mitmachen.
00:08:05: Ich hab mal gesehen, Sie haben es auch selber genannt da ist zum Beispiel eine Aufräumaktion dabei in Straßenfest und Spieleabend im Seniorenheim noch einmal nachgefragt.
00:08:13: Wieso stärken solche vergleichsweise alltägliche Situationen unserer Gemeinwesen unsere Demokratie?
00:08:21: Weil ... Die Demokratie lebt nicht aus dem Buchstaben des Grundgesetzes, sondern wenn ich das so sagen darf.
00:08:27: Das Grundgesetz ist der Kopf, der aber Arme und Beine durch konkrete Menschen braucht.
00:08:32: Und das soll sich an den Geburtstag des Grundgesetztes widerspiegeln.
00:08:37: Es ist ja nicht der erste Geburtstage und wir haben früher auch nach Möglichkeiten gesucht und sie gefunden diesen Geburtstag zu begehen, das Grundgesetz zu würdigen.
00:08:48: Ich war viele Male dabei, habe viele Male auch zwischen Zwei Buchsbäumen gestanden und habe mit ernstem Gesicht eine Rede gehalten zum Inkrafttreten des Grundgesetzes zu den Garantien von freier Demokratie, Rechtsstaatlichkeit wie unsere Bürger.
00:09:06: Mit großer Mehrheit ja nach wie vor leben und begrüßen.
00:09:11: wir haben auch sogar zweimal Durchbrechungen dieser ernsten Feierlichkeiten versucht.
00:09:17: zum siebzigjährigen Jubiläum etwa hatte ich zweihundert Menschen aus ganz Deutschland eingeladen, mit denen wir hier bei schönstem Wetter im Mai im Park des Schloss Bellevue diskutiert haben über das was gut ist und was schlecht ist in unserem Lande wo Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.
00:09:34: Wir haben zum siebzigsten Geburtstag des Grundgesetzes ein großes Fest der Demokratie gefeiert und trotzdem fehlte mir eines alle diese Versuche Die Erinnerung an das Grundgesetz, die Verfassung zu verbreitern blieb am Ende doch in der Sphäre des politischen Berlin.
00:09:54: Und was mir fehlte war wie wir diesen Geburtstag tatsächlich zur Angelegenheit von allen machen können.
00:10:02: und dazu glaube ich ist dieser Ehrentag mit den vielen vielen Aktivitäten, von denen sie einige eben schon angesprochen haben eine gute Gelegenheit und vielleicht auch eine Gelegenheit, die Erfahrung zu machen.
00:10:16: Dass wir so ganz ohnmächtig wie wir uns gelegentlich in dieser von Krieg- und Krisengeplagten Welt fühlen, dass wir so Ganzohnmähtig doch nicht sind!
00:10:25: Dass wir etwas verändern können, dass Wir gemeinsam etwas verändern können oder wie ich gerne sage Zusammenhalt entsteht durch gemeinsames Tun.
00:10:36: und dieses gemeinsame Tun das soll im Vordergrund an diesem Ehrentag stehen.
00:10:40: Also nicht ein weiterer Tag, wo wir alle uns verabschieden und ins Grüne fahren sondern ein lebendiger Ehrentage den wir mit vielen, vielen Aktivitäten von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen füllen.
00:10:53: Dieses gemeinsame Tun hat in Deutschland der Tradition.
00:10:56: Deutschland gilt als Land, indem das Ehrenamt einen hohen Stellenwert besitzt.
00:10:59: ich habe noch mal nachgesehen knapp achtundzwanzig Millionen Menschen engagieren sich hierzulande ehrenamtlich also rund ein Drittel der Bevölkerung.
00:11:06: Jetzt gibt es aber weitere fünf Millionen Bürger, die in Umfragen angeben.
00:11:10: Sie wären zwar zum Ehrenamt bereit – sie tun dann aber nichts!
00:11:14: Wo liegen da die Hürden aus ihrer Beobachtung?
00:11:16: Ja zunächst mal ist es so dass wir uns allesamt glücklich schätzen dürfen das es zu viele gibt den Deutschlanden, die an mehr denken als nur sich selbst... Alleinerziehende Mutter in der Nachbarschaft denken den Kindern bei den Schularbeiten helfen, die vielleicht Kranke im Krankenhaus besuchen.
00:11:35: Die sterben dem aus Spitzbegleitung vieles andere mehr.
00:11:37: Das ist ein wirkliches Rückgrat unserer Demokratie.
00:11:42: dieses Ehrenamt Wir können das gar nicht genug hochschätzen und würdigen.
00:11:47: trotzdem wir machen ja auch eine Feststellung Und die habe ich bei vielen Reisen in dieses Land gemacht.
00:11:55: Das Ehrenamt wird älter, wie wir alle.
00:11:58: Will sagen es wird nicht mit derselben Selbstverständlichkeit an die nächsten Generationen weitergegeben, wie ich das zum Beispiel noch erlebt habe.
00:12:08: und deshalb kommt es eben auch darauf an dass wir neue Interessierte für das Ehrenamt gewinnen.
00:12:16: und das können wir nicht durch eine öffentliche Verpflichtung, durch eine Anordnung machen sondern Und das ist der Sinn des Ehrentages, ein möglichst niedrigschwelliges Angebot zu machen.
00:12:29: Das Angebot kann man zum Beispiel finden wenn man sich auf dem Engagementsfinder von www.ehrentag begibt.
00:12:37: dort kann man inzwischen weit über zweitausend Angebote finden wo man sich mal einen bis zwei Stunden mal einen Tag oder zwei Tage melden kann und ihn das Ehrenamt hinein schnuppern kann um für sich festzustellen Das könnte auch was für mich sein.
00:12:54: Ich will sagen, der Ehrentag ist eine Erinnerung an das Grundgesetz – an die Werte des Grundgesetzes und an Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, an faire Wahlen und vieles andere mehr.
00:13:04: Da steht im Vordergrund nicht die Werbung für das Ehrenamt aber wenn jemand beim Schnupperkurs, wenn ich das so sagen darf feststellt Mensch!
00:13:13: Das ist auch etwas für mich dann umso besser.
00:13:16: Und dieser Schnupperkurs kann dann ein Instrument sein, um Jüngere vielleicht auch daran zu führen.
00:13:21: Denn man sieht schon – man sieht das auch in Studien – dass jüngere Generationen jetzt eher weniger bereit sind sich vielleicht über Monate oder Jahre ehrenamtlich zu engagieren.
00:13:30: Das ist eher projektbezogen, das sind vielleicht eher kürzere Zeiträume.
00:13:34: und da würde ich gerne noch einen Gedanken spielbringen denn sie haben sich für eine soziale Pflichtzeit ausgesprochen.
00:13:40: Sie haben gesagt jeder Bürger soll eigentlich einmal im Leben etwas für die Gemeinschaft leisten.
00:13:45: offen gestanden, als ich das gehört habe.
00:13:47: Dachte ich unwildkürlich hat der Bundespräsident das vormöglichem Tagesanbruch von The Online gelesen.
00:13:52: Sie haben sich natürlich Ihre eigenen Gedanken gemacht.
00:13:55: daher die Frage Warum muss man Bürger zur guten Tat verpflichten?
00:14:03: Meine feste Überzeugung ist und das sage ich nochmal ohne Nostalgie und ohne Schuldvorwurf unsere Lebensverhältnisse haben sich verändert.
00:14:14: Wir leben nicht mehr in der Zeit, in der wir uns aus denselben Quellen informiert haben.
00:14:20: Wir sind wesentlich stärker unterwegs in den sozialen Medien – auch ein großer Teil der politischen Kommunikation wandert ab in die sozialen Medien.
00:14:30: und meine Erfahrung und meine feste Überzeugung ist, je mehr wir uns nur noch unter denjenigen bewegen, die uns bestätigen, uns nur noch in der Blase bewegen, derjenigen die genauso denken und fühlen wie ich umso mehr geht.
00:14:46: entscheidend ist für die Demokratie verloren.
00:14:48: Das ist Empathie das ist Neugier und das ist Respekt vor dem anderen auch vor dem Anderen der möglicherweise eine andere Meinung haben.
00:14:58: Und wir brauchen wieder Gelegenheiten um zu erfahren dass es diese Werte und diese Möglichkeiten sind die wir alle, die vor allen Dingen die Demokratie braucht um sie für die Zukunft zu sichern.
00:15:11: Und einer der Gedanken wofür ich seit längerer Zeit auch öffentlich werbe ist die Idee einer sozialen Pflichtzeit was nicht zwingend ein Ja bedeuten muss.
00:15:22: Ich habe mal gesagt irgendwas zwischen sechs Monaten und einem Jahr kann ich mir vorstellen Was auch nicht festgelegt ist auf eine gesellschaftliche Aktivität, sondern das kann im sozialen Bereich sein.
00:15:37: Das kann auch bei der Bundeswehr sein, das kann in kulturellen oder ökologischen Liegen jedenfalls die Bereitschaft eines jenen Menschen einen kleinen Teil seiner Lebensarbeitszeit zu opfern und zu Opfern ist eigentlich schon falsch bereitzustellen um für das gemeinsame Ganze etwas zu tun.
00:16:00: Darum geht es mir.
00:16:01: Und wenn wir den Rückbezug zum Grundgesetz suchen, dann darf ich daran erinnern im Grundgesetz steht ja nicht alles Gute kommt von oben sondern alle Staatsgewalt geht vom Volke aus ist der Kernsatz des Grundgesetzes und das heißt doch dass verkörpert Das Verständnis Dass Demokratie dann gelingt Wenn möglichst viele an ihr teil haben aber Nicht nur als Konsument Sondern indem sie auch mit tun.
00:16:28: Diese Idee klingt ja bestechend.
00:16:30: Ich offen gestanden finde sie persönlich auch gut, ich habe es Ziviliens gemacht und diese Zeit hat mich sehr geprägt bis heute während anderer Mensch wenn ich das damals nicht gemacht hätte.
00:16:39: Jetzt ist aber die Idee die Sie da vorangetragen haben einer sozialen Pflichtzeit von den Regierungsparteien eigentlich nicht groß aufgegriffen worden.
00:16:47: enttäuscht sie das?
00:16:50: Ich glaube es stimmt nicht.
00:16:52: Die Idee ist durchaus aufgegriffene worden auf die Tagesordnung gebracht, weil ich damit gerechnet habe.
00:17:01: In vierzehn Tagen wird das Gesetz sein umso mehr als eine soziale Pflichtzeit auch ein Grundgesetz Veränderung braucht.
00:17:08: Im Sofern ist geduldiges Werbe notwendig.
00:17:11: Das tue ich!
00:17:13: Ich hab nicht gezählt wie viele Gespräche wir allein hier im Bellevue geführt haben aber die Vielzahl der Gespräche hat schon dafür gesorgt dass vielleicht auch ein wenig Ängstlichkeit, Scheu vor der Debatte um die soziale Pflichtzeit gewichen ist.
00:17:31: Und wenn Sie heute in die Umfrage Zahlen hineinschauen, dann haben wir ungefähr sixty-fünfeinsechzig Prozent Zustimmung für die sozialer Pflicht Zeit.
00:17:42: Das hätte ich mir ehrlich gesagt vor zwei Jahren so noch nicht vorstellen können will aber sagen dass diese Idee keineswegs tot ist.
00:17:51: sie wird glaube Ich mit der Debatte über die Wehrpflicht auch nochmal eine neue Aktualisierung erfahren, weil ja meine Überzeugung bleibt.
00:18:02: Wenn sich herausstellen sollte dass die Freiwilligkeit, die wir gegenwärtig im Dienstrecht der Bundeswehr verankert haben wenn die freiwilligkeit nicht ausreichen wird um auf eine notwendige Personenzahl Der Bundeswehr der Soldatinnen und Soldaten zu kommen dann wird die Debatte um die Wehrpflicht wieder aktuell werden.
00:18:26: Mit der Wehrpflicht war immer die Frage nach der Wehergerechtigkeit verknüpft in der Vergangenheit.
00:18:31: Sie erinnern sich, sie selbst haben Zivildienst gemacht wie sie eben gesagt haben und nach meiner Überzeugung ist ja die gerechteste Lösung wenn jeder ein Stück seiner Lebenszeit zur Verfügung stellt um etwas für die Allgemeinheit zu tun dann ist der Streit um die Wehrgerechtlichkeit eigentlich einer der schon überwunden ist.
00:18:52: Insofern spricht aus Gründen der Demokratie viel dafür, dass wir uns diesem Gedanken öffnen und am Ende etwas reduziert gesagt, wenn wir zu der Debatte über die Werflich kommen wäre es am Ende auch ein Aspekt der Gerechtigkeit.
00:19:11: Sind Sie dafür wieder eine echte Werflicht einzuführen?
00:19:15: Die Politik hat jetzt entschieden – die Bundesregierung des Parlaments hat jetzt entschieden -, dass in den nächsten Jahren durch aktive Werbung Soldaten auf freiwilliger Basis, Soldaten und Soldatinnen auf frei willige Basis zusätzlich gewinnen.
00:19:32: Ob dann die notwendige Zahl erreicht wird, wird sich in den nächsten zwei Jahren zeigen.
00:19:39: Ich zweifle ob die Freiwilligkeit ausreicht.
00:19:42: Würden Sie auch noch mal so eine soziale Pflichtzeit machen?
00:19:45: Was würden sie denn tun?
00:19:48: Ich habe meine sozialen Pflichtzeiten im Gestalt des Dienstes bei der Bundeswehr hinter mir aber Man kann sich schlecht in die eigene Jugend zurückversetzen und ich habe Verständnis dafür, dass die ganz Jungen, die fünfzehn bis zwanzigjährigen vielleicht diejenigen sind, die die größte Skepsis gegenüber der sozialen Pflichtzeit haben.
00:20:12: Auch mit denen haben wir hier viele Runden gedreht aber für mich kann mir das durchaus vorstellen.
00:20:20: ja
00:20:21: Sie haben gerade Ihre Jugend angesprochen.
00:20:23: Sie sind in Brakelsieg, in Ostwestfalen aufgewachsen und erkennen bekannt als Dorf der Lieder knapp neunhundert Einwohner.
00:20:30: Und wenn man die Webseite www.brakelsieg.de anklickt dann bekommt man eine Fehlermeldung.
00:20:34: wir können also völlig wertfrei sagen das ist tiefe deutsche Provinz.
00:20:38: dort haben sie als zehnjähriger im Fußballverein gekickt.
00:20:41: was haben Sie in dieser Zeit über das Gemeinwesen gelernt erfahren?
00:20:46: Was ihr möglicherweise bis heute prägt
00:20:49: ist übrigens ein gutes Beispiel, weil auch das die Veränderungen zeigt.
00:20:52: Pragesieg.
00:20:53: in der Tat war das Dorf der Lieder bekannt damals wegen der beiden großen Gesangvereine, die es gab – die es beide inzwischen nicht mehr gibt– den Sportverein, dem ich bis heute angehöre, den gibts noch und natürlich habe ich damals auch nicht darüber nachgedacht.
00:21:09: was ist das Ehrenamt?
00:21:11: Ich habe damit gelebt und gerne gelebt dass es für mich Fußballtrainer gab zweimal die Woche zur Verfügung standen, einmal zum Training und einmal zum Spiel.
00:21:23: Wir haben Menschen gehabt, die Trikots gewaschen haben den Platz und den Platz abgestreut haben und die Netze in Ordnung gehalten.
00:21:30: Welche
00:21:30: Positionen haben Sie gespielt?
00:21:31: Unterschiedlich!
00:21:32: In der Schülermannschaft habe ich Verteidiger gespielt weil in der Jugendmannschaft zu den bis achtzehnjährigen habe ich rechtses Mittelfeld gespielt.
00:21:45: Wir haben also davon gelebt, dass es Menschen gab die Zeit zur Verfügung gestellt haben um uns den Weg in den Sport und zur Freizeitbetätigung zu ebnen.
00:21:58: Und bis hin dazu, dass uns Menschen am Sonntag durch die Gegend im ganzen Landkreis gefahren haben zu den Spielen und wieder zurück.
00:22:06: Noch mal ich habe natürlich nicht den Eindruck gehabt das hat irgendwas mit dem Ehrenamt zu tun.
00:22:11: vermutlich kannte ich die Bezeichnung noch gar Aber ich bin damit aufgewachsen und weiß, wie wertvoll das für mich und die örtliche Gemeinschaft und am Ende für unser Land ist.
00:22:25: Und ergänzen vielleicht noch prägender für mein eigenes Leben.
00:22:29: dann ein paar Jahre später – Ich war schon fortgeschrittener Schüler.
00:22:33: Die Schule war auch nicht mehr im eigenen Ort sondern in der Nachbarschaft über.
00:22:38: Fahrschüler Im eigenen Ort war natürlich lange geschlossen und es gab Debatten darüber, dass sie abgerissen werden sollte.
00:22:47: Und wir waren damals einige Jugendliche im Dorf die gesagt haben das ist doch völlig unnötig, ist eigentlich ungerecht.
00:22:54: Wir haben keinen Treffpunkt hier in dem Dorf und die Schule, die eigentlich ideal wäre, die Schulräume sollen beseitigt werden und wir haben damals eine Initiative geschaffen zur Einrichtung eines Jugendzentrums in unserem kleinen Dorf.
00:23:08: Und vielleicht waren wir selbst überrascht und erschrocken, das funktionierte auf einmal.
00:23:13: Auf einmal hat die Stadtverwaltung gesagt ja können wir uns vorstellen wenn er euch das selbst herrichtet.
00:23:19: daraus ist ein Jugendzentrem geworden.
00:23:21: ich habe die Jahre nicht gezählt ich war damals so sechzehn würde ich sagen dass Jugendzentren besteht bis heute.
00:23:29: und was ich aber eigentlich sagen will wenn man einmal im Leben Selbst Wirksamkeit, sagen die Sozialwissenschaftler.
00:23:37: Wenn man einmal im Leben die Erfahrung gemacht haben, dass sich das Engagement rechnet, dass man etwas verändern kann?
00:23:44: Dass man die Dinge vor Ort vielleicht sogar zum Besseren wenden kann ... Das prägt eigentlich fürs Leben.
00:23:51: also für mich war das eine Erfahrung, die mich wahrscheinlich auch zu einem politischen Leben gebracht hat.
00:23:59: Haben Sie gemerkt es geht wenn man sich engagiert dann kann man die.
00:24:03: Diese Selbstwirksamkeit ist ja aber auch etwas, was fehlen kann.
00:24:08: Und jetzt haben wir seit Jahren eigentlich einen permanenten Krisensturm.
00:24:13: Die Menschen sind häufig verunsichert wegen der Kriege in der Ukraine In Gaza im Iran vorher Corona Jetzt der Energiepreisschock.
00:24:20: täglich äußert sich da der Donald Trump auf der anderen Seite des Atlantiks und ich habe schon den Eindruck Auch wenn ich manche Leserstimmen lese oder höher Stimmen höre dass viele Bürger Zermürbzentregelrecht von diesem Krisensturm, sich eher ins Privatleben zurückziehen eigentlich mit der Welt da draußen gar nicht mehr so viel anfangen können und dann die Öffentlichkeit eher den Lauten überlassen.
00:24:43: Jetzt reisen Sie als Bundespräsident regelmäßig im Land umher.
00:24:47: Sie haben eine Veranstaltung gegründet, eine Serie Ortszeit Deutschland.
00:24:52: Da verlegen sie ihren Amtssitz immer wieder in andere Orte und Städte und sprechen dort mit Bürgern.
00:24:58: Teilen Sie meinen Eindruck?
00:24:59: dass die Öffentlichkeit eigentlich weniger wird, dass weniger Menschen sich dort äußern wollen?
00:25:05: oder ist das völlig falsch?
00:25:07: Ich würde sagen eher im Gegenteil.
00:25:09: Diese Reisen unter dem Titel Ortszeit Deutschland haben mich eher ... ich will nicht sagen beruhigt aber haben mir doch den Beweis erbracht, dass das Diskussionsbedürfnis unglaublich hoch ist und Sie haben von dem Krisengeschäen auch Kriegsgeschehen um uns herum berichtet beeindruckt, dass die Menschen in einer Weise wie wir sie in den letzten Jahren jedenfalls nicht mehr gehabt haben.
00:25:36: Ich habe das mal zum Gegenstand deiner Weihnachtsansprache gemacht und gesagt ich verstehe durchaus wenn Menschen sagen ich kann mir keine abendliche Nachrichten mehr anhören.
00:25:47: Das bedrückt mich alles viel zu sehr und haltet es eigentlich nicht aus.
00:25:52: nur ist natürlich kein Ausweg.
00:25:55: Die Welt wird nicht besser dadurch, dass wir uns wegducken sondern Wir müssen akzeptieren, dass die Dinge im Augenblick so sind und wissen sehen da wo wir sie beeinflussen können.
00:26:06: Sie auch tatsächlich zu beeinflussend und ich halte gar nichts von dieser Debatte mit der wir uns immer selbst bestätigen das dieses Land eigentlich zur Veränderung unfähig ist.
00:26:19: Das glaube nicht Und ich habe es in meinem politischen Leben auch anders erfahren.
00:26:25: Ich glaube dass dieses Land Reform fähig ist und geblieben ist.
00:26:30: Und deshalb müssen wir darauf konzentrieren, vor allen Dingen die Dinge besser zu machen auf die wir tatsächlich Einfluss haben.
00:26:39: Das ist natürlich die deutsche Innenpolitik und Wirtschaftspolitik und da wo Reformen aus eigener Kraft möglich sind.
00:26:47: Mich erinnert wenn ich die öffentliche Diskussion betrachte vieles an die Zeit um vom Krankenmann Europas schrieb und nicht nur schrieb, sondern uns auch abgeschrieben hatte.
00:27:03: Und wir haben diese Debatten die damals der Economist aufgebracht hat Wir haben sie im Grunde genommen im eigenen Land wiederholt.
00:27:12: ganze Bibliotheken Regale sind hier entstanden von Literatur in der wie uns gegenseitig bestätigt haben es geht nichts mehr in diesem land und das hat mich geärgert hat mich auch enttäuscht dass so viel Mangel des Selbstbewusstseins unser tägliches Handeln bzw.
00:27:29: Nichthandeln bestimmt.
00:27:31: und ich wünsche mir sehr, dass wir zu diesem Selbstbewusstein, das wir in vielen Phasen unserer Geschichte gezeigt haben, dass sie zu diesem selbstbewusstsein zurückkehren will sagen Abschied nehmen von mancher Weltuntergangsstimmung Was ja nicht bedeuten muss, dass man die objektiven Probleme, die sie aufgezählt haben, ignoriert.
00:27:56: Aber das man sie mit dem Selbstbewusstsein angeht auch zum Positiven zu
00:28:00: verändern.".
00:28:01: Sie sprechen da aus Erfahrung?
00:28:03: Sie haben seinerzeit als Kanzleramtsminister unter der Regierung von Gerhard Schröder die Agenda-Reformen mitgesteuert und geprägt.
00:28:10: Das war, würde ich mal sagen so eigentlich der letzte große Moment als wirklich tiefgreifende Reformen hierzulande umgesetzt wurden.
00:28:17: Jetzt sind wir in einer Situation, in der wir nicht nur permanent Krisen ausgesetzt sind sondern in der jeden Tag darüber gesprochen wird.
00:28:23: sie haben es gesagt was eigentlich nicht geht und was man machen müsste und was aber nicht vorankommt heißt die Gesundheitspolitik die Steuerpolitik die Sozialpolitik ist es förmlich mit Händen zu greifen hier in Berlin Mitte dass es dringend reform braucht.
00:28:36: Es geht aber nicht so richtig voran bevor wir darüber reden wie's geht wo liegen?
00:28:40: Warum ist das so schwierig?
00:28:43: Ich glaube, wir müssen beide gerecht sein.
00:28:45: Die Verhältnisse haben sich gegenüber der Agenda-Zeit auch noch einmal verändert und die Agenda Zeit war eine Zeit, die wahrlich nicht einfach war aber sie lag vor den sozialen Medien, vor dem Debatten in den Sozialen Medien.
00:28:59: Das heißt heute sozusagen eine Bedingung zu finden, indem man die Ruhe und die Möglichkeit hat Ideen, wie wir sie damals entwickelt haben in einem großen Paket bevor man die Möglichkeit hat sie wirklich zum Abschluss zu entwickeln.
00:29:15: Die Möglichkeiten sind weniger geworden.
00:29:19: dazu kommt dass sich seit der Abwanderung eines Großteils der politischen Kommunikation in den sozialen Medien im Grunde genommen etwas was etwas verloren gegangen ist was jede Demokratie braucht Das sind die Zwischentöne zwischen dem Spaß und Weiß.
00:29:39: Das wissen Sie selbst als Teilnehmer dieser Kommunikation, es ist heute schwer geworden in den sozialen Medien Themen zu promovieren, die nicht auf ein klares Ja oder Nein oder klares Schwarz und Weiss.
00:29:56: Die Demokratie lebt aber nun mal von Kompromissen.
00:30:01: Die Beschäftigung mit den Zwischentönen braucht Nachdenklichkeit und das ist weniger geworden.
00:30:07: Das sind die Unterschiede, aber im Übrigen bin ich der Meinung dass die Menschen wissen und ahnen dass wir Veränderungen im eigenen Land brauchen Aber gleichzeitig haben sie natürlich Angst vor den Veränderung die möglicherweise kommen könnten.
00:30:25: Damit hat jede Politik umzugehen damals.
00:30:31: Sie werden sich in ihrer Rolle jetzt nicht explizit zu dem äußern, was der Bundeskanzler oder Finanzminister sagen.
00:30:37: Aber vielleicht allgemeiner gefragt – wenn man Friedrich Merz hört, Lars Klingbeil hört, Bärbel Baas hört dann sind die schon an ziemlich vielen Stellen schwarz oder weiß.
00:30:46: Also sie sagen, was geht?
00:30:47: Was nicht geht, was Sie wollen, was sie auf gar keinen Fall wollen.
00:30:50: und dann sagt der SPD-Generalsekretär noch erleistet erbitterten Widerstand wenn man irgendwie versucht die Rente mal anders anzugehen und zu reformieren.
00:30:59: Die Sprache der politischen Spitzen hat das auch etwas damit zu tun dass es eigentlich heute so verfahren ist diese Situation?
00:31:07: Naja das hat damit zu tun, dass Kommunikation wir sprachen eben darüber sich verändert hat auf jede Aussage des Koalitionspartners gleich mit derselben Münze heim zu zahlen, möglicherweise zugenommen hat.
00:31:23: Deshalb sage ich nochmal, Reformpakete entstehen eigentlich nicht vor den Mikrofonen und den Kameras sondern die entstehen in geduldiger Arbeit, die mit Ernsthaftigkeit und tiefer Sachkenntnis geführt werden.
00:31:39: Deshalb, nach meinem Eindruck – ich spreche ja mit den Akteuren der Regierung regelmäßig – es fehlt glaube ich nicht um dem ernsten Willen Veränderungen herbeizuführen.
00:31:51: Es fehlt nicht daran die Felder auszuleuchten auf denen diese Reformen notwendig sind aber es ist bisher nicht gelungen das in einem wirklich großen Paket zusammenzuführen dass die Öffentlichkeit so überzeugt hätte, dass sie den weiteren Weg von Reformen bereitwillig mitgeht.
00:32:17: Es ist im Gegenteil so, dass jeder Reformschritt mit großer Skepsis begleitet wird und das führt natürlich auch dazu, dass die Ratings der Regierung und ihrer Angehörigen nicht so sind wie ich mir vorstellen könnte... Die Themen tragen sich einfach
00:32:32: an miserabel!
00:32:35: ...dass die Regierungen regierungsbeteiligten sich das wünschen.
00:32:39: Insofern geduldige Arbeit ist notwendig, geduldiger Arbeit an den schwierigen Themen wie Reform des Sozialstaates ist notwendlich und hier ist vielleicht einer der Nachteile dass man zwei Chips eigentlich aus der Hand gegeben hat bevor die Reformarbeit im Sozialstaatsbereich beginnt in dem die Mütterrente die Rentenniveau-Sicherung vorgezogen worden sind und natürlich zwei Stellschrauben im Grunde genommen verloren gegangen, die eigentlich zu der großen Reform des Sozialstaats gehört hätten.
00:33:13: Aber das ist jetzt vergossene Milch und deshalb muss man jetzt sehen dass mitten in Empfehlungen der Sozialstaatskommission Regierungspolitik gemacht wird.
00:33:22: Bei einer Zugeschändnisse, das CDU-Chefs, das Kanzlers insbesondere an die CSU und die SPD nochmal nachgehakt weil ich das gerade rausfrorechte.
00:33:30: Damals bei den Agenda-Reformen ist das, wenn ich mich richtig erinnere ja so gewesen, dass Peter Hartz weitgehend im Verborgenen oder in der Ruhe das ausgearbeitet hat und dann gab es einen großen Aufschlag mit einer Rede.
00:33:42: Und dann wurde eine CD-ROM überreicht und dann hat der Bundeskanzler der damalige Gerhard Schröder eine Rede gehalten.
00:33:47: seitsoviel müssen jetzt Reformen
00:33:49: anpacken.
00:33:50: Wäre das ein Modell was Sie empfehlen würden?
00:33:52: Also dass man wirklich erstmal überlegt wie kriegen wir das alles hin ohne sich zwanzig mal vor zur Äußern zu streiten?
00:33:57: und dann geht man gemeinsam vor die Presse.
00:34:00: Und geht das überhaupt noch?
00:34:02: Das ist ja das, was ich vorhin gesagt habe.
00:34:04: Die Zeiten sind andere geworden und sie sind auch politisch andere geworden.
00:34:07: Wissen Sie, dass Risiko das Reformer früherer Jahre hatten war, dass die SPD-Wähler verloren hat an eine andere Partei, die aber zum demokratischen Spektrum gehörte.
00:34:22: Das Risiko heute ist, dass diese Parteien der Mitte ihre Wähler verlieren an die Radikalen, denen am Wohlergehend dieses Landes jedenfalls nicht alles liegt.
00:34:35: Ich meine die Radikalien auf beiden Seiten, deren Kernanliegen nicht unbedingt die Verbesserung der Lebensverhältnisse ist sondern die ja sichtbar und häufig genug die Ängstlichkeit, die Befürchtungen von Wählern ummünzen in blinde Wut auf die Politik.
00:34:57: und von daher sage ich, das sind Bedingungen.
00:35:02: Die heute andere sind als noch vor fünfundzwanzig Jahren, als wir die Agenda diskutiert haben was auch natürlich in Vergessenheit geraten ist.
00:35:10: Die Agenda bestand auch aus den sogenannten Harzreformen aber es war ein Gesetzespaket von insgesamt vierzehn Gesetzen zu denen eben auch Investitionen gehörte damals Kindertagesstätten und dem ursprünglichen Entwurf war sogar der Mindestlohn enthalten, der allerdings dann herausgefallen ist.
00:35:34: Das mag man sich kaum vorstellen weil die großen Industrie-Gewerkschaften gesagt haben Verabredungen zum Lohn ist angelegen hat er Tarifpartner.
00:35:44: da hat der Staat und die Politik gar nichts zu sagen.
00:35:48: Die Geschichte ist dann später eine ganz andere geworden, aber auch das gehört dazu.
00:35:54: Also ich will sagen ja es waren die Harzreformen und es waren auch Investitionen und Es waren auch Aspekte darin, die den Gesichtspunkt der sozialen Gerechtigkeit diese Reformen wie Mindestlohn betont haben.
00:36:10: Das eines Jahr der politische Betrieb, dass es die Kommunikation in der Öffentlichkeit vielleicht auch manchmal dazu führt, dass er schwieriger ist im Ruhe reformen zu planen.
00:36:19: Das andere ist der Modus, in dem wir hier zur Lande die Demokratie organisiert haben.
00:36:23: Eigentlich ist ja immer irgendwo Wahlkampf weil regelmäßig irgendwo Landtagswahlen stattfinden und da wird dann drüber berichtet.
00:36:30: Und dann hat man schon häufig den Eindruck dass dann die Vertreter von Parteien aber auch Regierungen sich schwerer tun damit dann genau diese Kompromisse einzugehen, die sie vorhin eingefordert oder angesprochen haben.
00:36:42: müsste man das ändern, das System.
00:36:44: Und jetzt mal Salopp gesagt dafür sorgen dass die Bundesländer alle an einem Termin wählen und dann ist vier fünf Jahre Ruhe und man kann in Ruhe reformieren?
00:36:53: Erstens hatte uns die Tatsache dass Bundestagswahlen und sechzehn Landtagswahl stattgefunden haben an der Reform Notwendigkeit und Reformfähigkeit dieses Staates nichts verändert.
00:37:05: Reformen sind auch zu früheren Zeiten zustande gekommen obwohl in einem halben oder dreiviertel Jahr in einem Bundesland irgendwo wieder gewählt wurde.
00:37:14: Das Zweite ist, ich finde diese Debatte der unterschiedlichen Wahltermine für etwas überschätzt weil selbst wenn wir heute zu dem Ergebnis kämen das Wahlen in den Bundesländern an einem oder zwei Terminen im Jahr stattfinden sollten niemand kann verhindern dass Regierungen platzen und dass dann Wahltermine aufgrund von Neuwahlen zu einem anderen Zeitpunkt als dem Erwünschten angesetzt werden müssen.
00:37:45: Also das ist kein Ausweg, den ich sehe sondern... Ich glaube wir sollten der Tatsache gewiss sein, dass Reformen immer langfristig in der Perspektive angelegt sein müssen.
00:38:00: Ich glaube, Markus Söder hat es gesagt dass diese Gegenwert der Regierung die letzte Patrone der Demokratie sei bevor möglicherweise die Radikalen an Macht und Einfluss geraten könnten.
00:38:09: Ist das so?
00:38:10: Also ist das jetzt die letzte Chance für eine Bundesregierung die Dinge zu reformieren?
00:38:14: Ich verstehe was Ministerpräsident Södersagen will.
00:38:18: ich habe diese Formulierung bewusst nie benutzt weil ich dieser Endzeitstimmung in der uns manche sehen wollen nicht befördern will.
00:38:29: Ich bin, ich sage das nochmal jetzt in einem Alter wo ich auch lang zurücksehen kann.
00:38:36: Das Alter hat wenig Vorteile aber wenn es einen Vorteil hat dann doch den dass wir Krisen in der Vergangenheit erstens erlebt haben Aber was noch wichtiger ist vor allen Dingen überwunden haben und das nehme ich mit in die Zukunft dieser Demokratie dass was uns jetzt umgibt und was nicht klein geredet werden soll, was den notwendigen Ernst in der politischen Arbeit bedarf.
00:39:02: Und hoffentlich auch dazu führt das wir die internationalen Krisen- und Kriege wieder in den Griff bekommen.
00:39:10: Das alles wird nicht linear unsere Zukunft bis ins nächste Jahrtausend bestimmen.
00:39:16: Insofern komme ich nochmal auf das zurück, was ich vorhin gesagt habe Das ändern, was wir mit eigener Kraft ändern können.
00:39:25: Dazu gehören die Reformen auf der einen Seite, dazu gehört aber auch dass wir uns mit Blick auf die Sicherheitspolitik wesentlich stärker aufstellen als in der Vergangenheit.
00:39:38: Ich würde mir auch wünschen das wir eine erwachsene Haltung zu dem Thema militärischer Stärke und außenpolitischer Diplomatie finden.
00:39:48: will sagen
00:39:49: Was heißt das?
00:39:50: Wir brauchen immer beides.
00:39:51: Ich hab Phasen erlebt, in denen wir Angst davor gehabt haben uns wirklich militärisch zu stärken.
00:39:59: Kann mich noch erinnern als wir ... In Wales auf einem NATO-Rat die zwei Prozentregel beschlossen haben gab es nicht unbedingt Jubel im eigenen Lande sondern manche haben von der Militarisierung der deutschen Außenblitte gesprochen.
00:40:16: heute habe ich manchmal den Eindruck Dass es nur noch um militärische Stärke geht und dass Diplomatie- und Außenpolitik, klassische Außenpolitik zu gering geschätzt wird.
00:40:28: Eine erwachsene Haltung heißt für mich, dass wir beides brauchen und beides möglichst effektiv und selbstbewusst handhaben.
00:40:36: Ist das auch ein Lernprozess?
00:40:38: Denn an Ihrer eigenen Politik ist ja auch der Perspektive aus Russland viel Kritik geübt worden.
00:40:43: Es ist viel Kritik geübt worden, aber es verhindert ja nicht die Einsicht dass wir beides brauchen.
00:40:48: Und jedenfalls so habe ich meine Arbeit immer verstanden.
00:40:52: deshalb habe ich vorhin auch auf den frühen Beschluss zur Ausgabenstärkung der Verteidigungspolitik hingewiesen und ich hab mich bemühlt solange es ging die diplomatischen Möglichkeiten die dieses Land hat und diese sind groß auch zu nutzen.
00:41:11: Und wenn ich das noch anhängen darf, dass was mich an der Auseinandersetzung über den Iran- und den Irankrieg am meisten enttäuscht und fast wütend macht ist die Tatsache, dass es nicht lange her ist als viele der Meinung waren, dass Präsident Trump ja gar nichts anderes übriggeblieben wäre, als diesen Krieg weil ja diplomatische Möglichkeiten in der Vergangenheit nichts genutzt hätten.
00:41:41: Und es ist gerade zehn Jahre her, dass nach achtjährigen Verhandlungen von denen ich sechs Jahre beteiligt war und den Verhandlungen gelungen sind am vierzehnten Juli, zwei Jahrzehnte, abkommen mit dem Iran zu schließen, indem der Iran auf die Entwicklung der Nuklearbombe nicht nur verzichtet hat sondern den Nachweis führen musste das er tatsächlich auch nicht im Geheimen an solchen Entwicklungen arbeitet mit Transparenzvorschriften, mit genauen Vorschrifte was die Zahl und die Kapazität der Zentrifugen angeht.
00:42:18: Und vieles andere mehr.
00:42:20: ein Abkommen das mit den Amerikanern, mit den Russen, den Chinesen und drei europäischen Staaten darunter Deutschland verhandelt worden ist ernsthaft in allen Details und deshalb kann ich nicht verstehen dass rückwirkend behauptet wird, diplomatische Möglichkeiten hätten nichts genutzt.
00:42:39: Es wäre gut gewesen, wir hätten diese Vereinbarung beibehalten.
00:42:44: Sie ist damals von der amerikanischen Administration in den letzten Jahren aufgekündigt worden und die Konsequenzen, die wir jetzt sehen, hätten nicht sein müssen aus meiner Sicht.
00:42:55: Deshalb habe ich gesagt das ist auch ein unnötiger Krieg, den wir dort führen.
00:42:59: Macht
00:42:59: Donald Trumps Politik die Welt unsicherer?
00:43:03: Die Vielzahl der Konflikte beunruhigt mich deshalb, weil wir bei keinem der Konfikte wirklich zu einer Einhegung gekommen sind bisher.
00:43:13: Und ich würde mir wünschen dass wir uns auf die Konflikte die jetzt schon da sind konzentrieren um möglichst gemeinsam mit den Amerikanern nach Möglichkeiten nicht nur für einen Waffenstillstand sondern für dauerhaften Frieden und auch einer neuen Sicherheitsordnung, gerade auch für den Bereich des Mittleren Ostens zu suchen.
00:43:36: Ich glaube wir müssen im mittleren, im nahen und mittlerer Osten neu denken in der feinschaftlichen Stellung, in der sich die Staaten des Mittlern-Ostens – sei es die Golfstaaten, sei es Israel oder Iran – ineinander gegenüberstehen.
00:43:49: Das darf nicht die Zukunft dieser Region bestimmen!
00:43:53: Herr Bundespräsident, im kommenden Frühjahr in weniger als einem Jahr scheiden Sie aus dem Amt.
00:43:57: Welcher Satz oder welche Botschaft soll von Ihnen in Erinnerung bleiben?
00:44:25: Banale Fragen, sie dürfen auch ganz knapp antworten.
00:44:27: Welches Buch das nichts mit Politik zu tun hat liegt gerade auf ihrem Schreibtisch über den wir vorhin gesprochen
00:44:32: haben?
00:44:33: Ja!
00:44:33: Das ist jetzt ganz schwer zu sagen weil es sind drei Bücher die auf dem Schreibtische liegen zwei die gelesen sind.
00:44:41: eins dass ich gerade lese.
00:44:43: Vor Ostern habe ich gelesen Soliano di Empoli.
00:44:48: Oh ja toller Autor.
00:44:49: Stunde
00:44:50: der Raubtiere sehr empfehlenswert.
00:44:52: Über Ostern das Paste habe ich Neilio Biedermann gelesen, Lazar.
00:44:59: Eine Geschichte über eine ungerische Adeligen-Familie zum Ende des Harzburger Reiches und über den Faschismus bis in die heutige Zeit hinweg.
00:45:11: Und jetzt habe ich gerade angefangen – das passt zu Diämpoli von Peter Slotterdijk der Fürst und seine Erben wo er nochmal dazu anregt Makja Welli neu zu lesen
00:45:25: Was ist Ihre Lieblingsmusik oder Ihr Lieblungs-Song?
00:45:28: Liebligsmusik... ...ist ganz zweifellos Jazz.
00:45:32: Ah, da sind wir schon zwei!
00:45:34: Und ich konnte dir auch ein wenig dazu beitragen dass der Jazz neben Bach und Beethoven die wir nicht vertrieben haben im Schloss bewühlt hat, das der Jazz hier seine ständige Heimat gefunden hat.
00:45:46: Bei den Sommerkonzerten.
00:45:47: Welche Eigenschaft schätzen Sie bei anderen Menschen am meisten?
00:45:50: Verlässlichkeit und die Treue zur Wahrheit.
00:45:55: Wenn sie nicht Politiker geworden wären, welchen Beruf hätten Sie wohl heute?
00:45:59: Na ja, ganz am Anfang meiner Jahre nach dem Abitur.
00:46:04: ehrlich gesagt war ich auf einem ganz anderen Weg.
00:46:09: Eigentlich wollte ich wie viele Juristen übrigens wie ich festgestellt habe Architekt werden.
00:46:13: vielleicht hat das auch was miteinander zu tun.
00:46:15: Das müsste man nochmal analysieren.
00:46:18: Ich bin es dann nicht geworden weil das so eine Zeit war in der viele gesagt haben wir Die Bautätigkeit geht wahnsinnig zurück, es ist schwer geworden für Architekten zu überleben und insbesondere den kleineren.
00:46:30: Ich habe dann wenn sie so wollen den Brot- und Butterberuf des Juristen erlernt und war da eine lange Zeit eigentlich auf dem Weg auch in der Wissenschaft zu bleiben.
00:46:41: nach dem Mauerfall haben sich Dinge dann ganz anders entwickelt.
00:46:45: So kann die Geschichte Einfluss nehmen auf den persönlichen Lebensweg.
00:46:47: Der Weg an die Spitze ist oft mit Entbehrungen verbunden, wenn Sie mal ehrlich zurückblicken was weit das größte persönliche Opfer dass sie für ihre politische Karriere bringen mussten.
00:46:56: Ja unsere Tochter war gerade zwei als ich von der Landesebene Niedersachsen in den Bund wechselte und es war die Zeit in der wir Berlin gerade aufbauten.
00:47:08: für das Kanzleramt also insofern wenn sie nach Entbehrungen fragen war, schon die Zeit ... Die ersten Jahre der intensiven Beschäftigung mit dem eigenen Kind.
00:47:21: Das ist nicht so gelungen wie ich mir das gewünscht hätte.
00:47:26: Das
00:47:26: kann ich als pendelnder Vater gut nachempfinden?
00:47:29: Was werden Sie als Erstes tun, wenn Sie im kommenden Frühjahr aus dem Amt ausgeschieden sind?
00:47:34: Ich hab mir nichts vorgenommen außer der Tatsache, dass sich die erste Hundert Tage auf keine Briefe, Antworten in denen ich eingeladen werde zu Kuratoriumsvorsitzenden oder ähnlichen Veranstaltungen.
00:47:49: Sondern ... Ich werd mal sehen, welche Möglichkeiten und Gelegenheiten sich ergeben.
00:47:56: Ich werd ganz sicherlich nicht allein ins Rosen schneiden mich verlieben sondern tätig sein auch politisch tätig seien aber insbesondere meinen Nachfolgerinnen nicht ins Handwerk frischen Betätigungen suchen, die mir auch Freude machen und wo man vielleicht ein bisschen was von der eigenen politischen und Lebenserfahrung nutzen kann.
00:48:19: Ich denke darüber nach, was meine Wandertour nach dem Ende meiner Amtszeit sein wird – und eine habe ich mir ausgesucht, die ich vor fünfzehn Jahren schon mal gemacht habe.
00:48:28: Das ist ne Alpenüberquerung vom Königssee zu den drei Zinnen!
00:48:33: Und das reizt mich nach fünfzehnt Jahren mit siebzig Jahren Lebensalter.
00:48:38: Das reizt mich doch nochmal festzustellen, ob das noch klappt.
00:48:41: Da wäre
00:48:41: ich ein bisschen neidisch.
00:48:42: Toll!
00:48:44: Ich finde es ist ein gelungenes Schlusswort.
00:48:45: Herr Bundespräsident, lieber Frank-Walter Steinmeier herzlichen Dank für Ihre Zeit und den Austausch und für Ihre Antworten.
00:48:51: Bitte bleiben Sie uns als Leser von The Online und vom Tagesanbruch treu Und vielleicht können wir sie ja auch als Hörer der nächsten Folge des vorangedacht Podcasts begrüßen.
00:48:59: Danke schön
00:49:00: Aber sehr gern.
00:49:00: Vielen Dank, danke fürs Kommen.
00:49:06: Liebe Hörerinnen und Hörern, hoffentlich hat Ihnen der Auftakt zu diesem neuen T-Online-Podcast gefallen indem ich mit Mutmachern darüber rede wie sich das Land voran bringen lässt.
00:49:13: Falls Sie mir schreiben möchten erreichen sie mich über die E-Mailadresse podcasts at t minus online.de.
00:49:20: Für heute verabschiede ich mich aus dem Schloss Bellevue aus dem Amtszimmer des Bundespräsidenten und sage Tschüss und bleiben Sie uns gewogen!